Das Mittelalter

Die Sankt Vitus-Kirche

Am Ende des 9. Jahrhunderts, während der Regentschaft Ottos des Großen, beginnt der Bau der St. Vitus-Kirche. Weil keine Aufzeichnungen darüber vorhanden sind, ist eine genauere zeitliche Begrenzung des Baubeginns nicht möglich. Allerdings wurden in der Mitte des 9. Jahrhunderts die Reliquien des Hl. Vitus von sizilianischen Mönchen an den Karolingerhof gebracht und seit dieser Zeit wurden in Mitteleuropa St. Vitus-Kirchen gebaut. Es ist deshalb anzunehmen, dass auch die Gilchinger Kirche um diese Zeit gebaut worden ist. Weitere Informationen zu Sankt Vitus, dem Namenspatron, finden Sie in dem Wikipediabeitrag zu Sankt Vitus.

st-vitus-kirche um 1500
st-vitus-kirche 1988
St. Vitus-Kirche um 1500

Die Kirche wurde mit Feldsteinen gebaut. Da aber Feldsteine mit Kalkmörtel nicht halten, musste die Kirche häufig ausgebessert werden. Um den weiteren Verfall zu verhindern, wurde die Kirche um das Jahr 1500 erstmalig umgebaut.
St. Vitus-Kirche 1988

Schon um 1700 stürzte ein Teil der Kirche wieder ein. Um 1830 wird die Kirche wiederum erneuert und vergrößert. Während des 2. Weltkrieges schließlich warf 1944 ein Bomber beim Anflug auf das Dornier-Werk seine Brandbomben zu früh ab und traf dabei auch den Turm von St. Vitus, der ausbrannte.

Im Kirchenschiff hängt die Arnoldusglocke aus dem 12. Jahrhundert, die älteste noch erhaltene Glocke Bayerns.

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